Auftragseingang: Bauhauptgewerbe – November 2021 – nicht täuschen lassen!

Der Wertindex ist eine Messgröße für die nominale Entwicklung des Auftragsbestands. Das bedeutet, dass die Preissteigerung im Bauhauptgewerbe den Wertindex antreibt. Der Volumenindex ist eine Messgröße für die preisbereinigte Entwicklung des Auftragsbestands und besser geeignet, um Konjunkturtrends, Wettbewerbsintensität und Auslastung abzuleiten.

Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online, 27.01.2022; Datenlizenz by-2-0; eigene Berechnung/eigene Darstellung

Veränderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum November 2020:

9,2% Hochbau Wertindex
-3,0% Hochbau Volumenindex
17,6% Hochbau ohne Wohnungsbau Wertindex
4,7% Hochbau ohne Wohnungsbau Volumenindex
8,0% Straßenbau Wertindex
3,7% Straßenbau Volumenindex
10,9% Tiefbau Wertindex
2,2% Tiefbau Volumenindex
-0,4% Wohnungsbau Wertindex
-11,4% Wohnungsbau Volumenindex

Höchststand bei Indexspreizung in allen Segmenten

Besonders kräftig driften die Wert- und Volumenindexe im Hochbau und Wohnungsbau auseinander. Die Spreizung erreicht im November 2021 mit 40,6% im Hochbau ohne Wohnungsbau und mit 43,6% im Wohnungsbau Höchstwerte. Die Abweichung ist im Tiefbau mit 37,9% etwas geringer.

Erst seit Mai 2021 steigt der Wertindex im Straßenbau wieder. Im Vergleich zu den übrigen Bauarten ist die Abweichung mit 30,2% im November 2021 deutlich niedriger.

Wichtig: Immer beide Indexe betrachten. Die Verteuerung treibt den Wertindex an und verschleiert das tatsächliche Bauvolumen.

Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Genesis-Online, 27.01.2022; Datenlizenz by-2-0; eigene Berechnung/eigene Darstellung